wie ein See an einem Sommertag!


zum Thema Innenwelt / Schmerz



Ruhig und spiegelglatt, wie ein See an einem Sommertag, liegen meine Gedanken mir zu Füßen. Wie die Wolken in dem See, spiegeln sich einzelne Erinnerungen in den friedlich daliegenden Gedanken.

Urplötzlich, als würde die Sonne vom Himmel herab in den See stürzen, überfällst du mich in meinen Erinnerungen. Wild und unkontrolliert stürzen meine Gedanken in alle Richtungen auseinander.

Schmerz, unsäglicher Schmerz spritzt aus meiner Gelassenheit empor, überzieht meinen gesamten Körper mit einem feinen Nebel, tausend Nadelstiche gleich. Immer dichter werdend zieht dieser Nebel, der Schleier aus Schmerz, um mich herum, läuft auf meiner ungeschützten Haut zu stetig wachsenden Tropfen zusammen, welche dann direkt in mein Herz rollen.

Ungestüm brechen die aufgepeitschten Einzelheiten aus der Vergangenheit auf mich ein, Welle für Welle. Tränen fangen an zu fließen, suchen sich einen Weg in mein Herz, um den entstandenen Flächenbrand der Gefühle zu löschen.

Langsam, aber stetig, flauen die Wellen der Verzweiflung ab, und der See der Gedanken beginnt wieder zu einem Spiegel zu werden.

Einzig die Spuren der Tränen im Gesicht bezeugen noch den Ausbruch der Elemente, denn...
ruhig und spiegelglatt, wie ein See an einem Sommertag, liegen meine Gedanken mir wieder zu Füßen.





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