zum Thema Lebensbetrachtung
Die Vergangenheit greift über die Gegenwart in die Zukunft ein. Ist das so?
Was wir erlebt haben, bestimmt unser Handeln, meistens unbewusst. Wir suchen uns immer den gleichen Typ an Frauen oder Männern aus. Wir haben unsere Eigenarten, die wir in jeder Beziehung an den Tag legen. Je älter wir werden,. desto tiefer werden wir denken, dass wir so sind, wie wir sind. Wir richten uns im Leben ein, gemütlich,
ohne uns weiter anzustrengen oder etwas zu hinterfragen. Gesellschaftliche Zwänge, so hat "man" zu sein, ab einem gewissen Alter hat man seinen Beruf, seine Kinder , seinen Partner..... und oft seine Unzufriedenheit.
Eingerichtet in der materiellen Welt, verloren in der emotionalen Welt. Irgendwann verliert man seine Träume, seine Wünsche, das Leben plätschert dahin.
Viele leben so bis zum Ende ihres Lebens, irgendwie eingerichtet und emotional verkümmert.
Einige erleben etwas, was sie herausreisst aus ihrer Welt, ihre Lethargie durchbricht. Nachdenken, was ist wichtig, im Leben. Der Tod eines Angehörigen, ein Unfall , irgendwas. Werte verschieben sich, im Unterbewusstsein
entdeckt man längst vergessene Träume. Die Welt sieht anders aus, die Empfindungen werden geschärft, man entdeckt neue Seiten an sich und im Leben. Das eigene Leben wird hinterfragt, was ist einem wichtig, was will man noch im und vom Leben? Werte verschieben sich, Normen brechen weg, weil sie nicht mehr akzeptiert werden. Gewohnte Haltegriffe des Lebens verschwinden, es kommt einem vor wie das balancieren aufr einem dünnen Seil, ohne Fangnetz, ohne Sicherung. Irgendwann kommt der Ausbruch, das Neue bricht sich Bahn.
Das Vergangene wird natürlich das Leben weiter bestimmen, Erfahrungen werden uns weiter leiten,
nur, sie werden bewusster genutzt, hinterfragt, nicht alles , was gesellschaftlich als normal angesehen wird,
wird angenommen, es fühlt sich gut an, nicht im Mainstream mitzuschwimmen. Somit greift die Vergangenheit nicht mehr unkontrolliert, aus dem Unterbewusstsein, ungefiltert ,in unser Leben ein, nein, wir filtern raus, was uns nützlich erscheint.
So kann die Zukunft bewusst gestaltet werden, gezielt
und kontrolliert.
Manches, was wir früher getan, werden wir heute nicht mehr verstehen, fragen, warum haben wir das getan. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass wir heute unser Leben kontrollierter leben, dass wir intensiver in uns spüren, was wir wollen. Das , was wir früher taten, gehört zu unserem Leben, wir wären heute nicht das, was wir sind, ohne unsere Vergangenheit. So liegt es an uns, wieviel aus der Vergangenheit in unsere Gegenwart eingreift und unsere Zukunft bestimmt.