der Schein trügt
zum Thema Scheinwelten
In einer ziemlich fernen Zeit,
dem Paradies nicht sehr weit,
steht ein kleines Städtelein,
auf das ich mir nun mach meinen Reim.
es ist klein und beschaulich,
und das Essen gut verdaulich,
alle Bewohner sind sehr nett,
und auch gekleidet sehr adrett.
von aussen her schön und perfekt,
doch innen drin total verdreckt.
der Königssohn die Magd verhaut,
die Magd deshalb beim Händler klaut,
der Händler allerdings nicht dumm,
dreht auch ein paar Dinger, krumm.
der Bauernsohn gerne Verbotnes macht,
und die Polizei ihn dabei anlacht,
denn sie ist auch nicht wirklich so ehrlich,
was das Leben hier macht so beschwehrlich.
manchmal es sogar passiert,
dass jemand ziemlich plötzlich krepiert.
ja, so ist das im kleinen Städtelein,
so Perfekt, so trügt der Schein,
drum lasst euch durch Äusserlichkeiten nicht beirren,
denn sonst wird es euch nur verwirren.
was schön und manchmal hübsch scheint,
innerlich auch gern mal weint.
Anmerkung:
Ich mache nicht sonderlich viele Gedichte auf Hochdeutsch,
lieber auf Schweizerdeutsch,
aber die kann ich ja nicht hier reinstellen.