Es war einmal ein Fussballclub, der war in seinem Land der Beste. Er hatte die meisten Meistertitel und die meisten Pokale gewonnen. Und er hatte das meiste Geld. So konnte er junge, talentierte Spieler von anderen Vereinen wegkaufen, auch wenn sie nur auf der Bank saßen, weil dieser Fussballclub zu viele gute Spieler hatte. Ab und an hatte dieser Club auch international mal Erfolge, nur in den letzten Jahre war er oft zum Zuschauen verurteilt, wenn es international um etwas ging.
So dachten sich die Chefs, wir brauchen einen neuen Trainer. Sie holten eine junge, dynamische Persönlichkeit, einen Mann, der die Nationalmannschaft dieses Landes einige Jahre vorher im eigenen Land zum 3. Platz bei der WM geführt hat. Und sie gaben diesem Mann eine Aufgabe. Er sollte den Meistertitel und den Pokal im eigenen Land holen und er sollte seien Mannschaft zur besten des Kontinentes machen.
Dieser Mann legte los wie die Feuerwehr, mit ungewöhnlichen Maßnahmen. So stellte er auf dem Trainingsgelände kleine Buddhas auf, weil er mehr den fernöstlichen Göttern als unseren christlichen Glücksbringern vertraute. Er führte neue Tests ein und so mancher ältere Spieler sah sich mit neuen Trainingsmetoden konfrontiert. Es begann auch gut, der Club spielte guten Fussball und war immer im ersten Drittel der Tabelle zu finden.
Nur ein kleiner Dorfverein stänkerte beim Kampf um den ersten Tabellenplatz penetrant. Die waren einfach nicht abzuschütteln. Am letzten Spieltag der Hinrunde musste der kleine Dorfverein in das grosse Stadion des Clubs, dort sollte ihm gezeigt werden , wer der Chef im Ring ist. Nach 90 Minuten zog der kleine Dorfverein mit einem gewonnenen Punkt und immer noch Tabellenplatz 1 wieder davon.
Der grosse Fussballclub zeigte sich generös. Der Herbstmeistertitel sei nicht wichtig, ließ man verlauten, abgerechnet werde am Ende und der kleine Dorfverein würde schon noch abrutschen. Das passierte auch, weil der Top-Torjäger des Dorfclubs sich schwer verletzte. Jetzt war der Weg frei für den Krösus, dachten sie.
Nur, hoch im Norden des Landes hatte man aufgerüstet und wollte sich am Kampf um den Meistertitel mit beteiligen und auch die Fussballer aus der Hauptstadt wollten die Meisterschale mal wieder in den Händen halten...also neue Konkurrenz.
Der Fussballclub, der mal der Beste war, kam einfach nicht auf Platz 1. Einmal wurde er von einem Konkurrenten sogar mit 5 :1 aus dessen Stadion gejagt. Im Kampf um den Pokal des Landes lief es nicht besser. Da erdreistete sich doch eine Werkself, die einen großen Pharmakonzern als Geldgeber hat, sie aus dem Wettbewerb zu werfen.
Dann musste eben international ein Titel her. Ein portugisischer Hühnerhaufen wurde mit Pauken und Trompeten aus dem Weg gekegelt, man war wieder wer. Entsprechend flog man nach Spanien, liegt ja gleich neben Portugal, was soll da schiefgehen?
Pauken und Trompeten gab es auch hier, 4 Tore kassiert, keines geschossen...
Selbstvertrauen im Keller, der nächste Titel abgeschrieben... Nur den Meistertitel kann der Krösus noch erreichen, wenn sie denn endlich wieder Fussball spielen würden.
Der junge dynamische Trainer jedenfalls, erreicht maximal ein Drittel der gestellten Ziele und die Buddhafiguren sind längst wieder eingesammelt...